Französisch am Nachmittag FaN

Die Kulturabteilung der französischen Botschaft bietet  in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und dem Klett-Verlag das Projekt  „FaN“ –  „Französisch am Nachmittag“ –. Es handelt sich um eine Auswahl von französischen Kinderbüchern und pädagogischen Dossiers, die sich zum Ziel setzen, die französische Sprache auf spielerische Art und Weise zu fördern. Junge Schüler sollen anhand von Lernspielen in der Zielsprache Französisch entdecken und darüber hinaus Freude am Lesen bekommen.

Das Projekt:

Interkulturelle Leseförderung an Grund- und weiterführenden Schulen

 

Wir hatten Pisa - Und wie geht es weiter? Mit FaN zum Beispiel!

 

Die PISA-Studien haben in aller Deutlichkeit gezeigt, welch fundamentale Bedeutung die Lesefähigkeit generell für die Lernfähigkeit und den schulischen Erfolg hat. Neue Ganztagsschulangebote sollen daher gerade diese Fähigkeit fördern. In diesem Rahmen bietet die Abteilung für Sprache und Bildung der Französischen Botschaft ein gemeinsam mit dem Klett-Verlag erarbeitetes Konzept zur Leseförderung an. Die Robert Bosch Stiftung förderte den Aufbau und die Umsetzung des Projekts.

 

40 Schulen nahmen in dem Schuljahr 2007/2008 an diesem 2005 in Hessen eingeführten Leseprojekt teil. Für Grundschüler der 3. und 4. Klassen und Schüler der Sekundarstufe 1 der 5.und 6. Klassen bildet FaN das Scharnier für eine erfolgreiche Leseschulung und bietet Gelegenheit zum interkulturellen Lernen. Die AGs finden einmal wöchentlich ein- oder zweistündig statt

 

Das Konzept FaN basiert einerseits auf einer allgemeinen Leseförderung – auch in der deutschen Sprache – durch spielerische Sprachübungen in der französischen Sprache auch für Kinder, die noch kein Französisch gelernt haben, andererseits auf einer Förderung und Ergänzung der schon vorhandenen Sprachkompetenzen durch Sprachspiele (die sowohl das Mündliche als auch das Schriftliche angehen) und durch die Arbeit mit französischen und deutschen Büchern, wobei die kreativ erzählerischen Kompetenzen in der Fremdsprache erheblich gesteigert werden.

 

Bei der Erstellung der FaN-Cahiers griff der Klett-Verlag auf Ergebnisse einer 20jährigen Leseförderungserfahrung in Frankreich zurück. Diese vielfältigen Übungstypologien sind bei der Aufbereitung der Bücher der ersten Lesekiste (2006) durch eine Kompetenzgruppe zugrunde gelegt worden.

 

Das Projekt fördert dabei ganz verschiedene Begabungen: die angebotene französische Literatur mit ihrem oft unkonventionellen Inhalt und von hohem künstlerischem Anspruch bietet vielseitige Anregungen für eigene kreative Ausgestaltungsmöglichkeiten, sprachlich und inhaltlich.

 

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler können darüber hinaus übergeordnete Kompetenzen erwerben:

- sie bekommen Mut zur Innovation, zum Neuen, Unbekannten, Risikobereitschaft und Selbstvertrauen durch den Umgang mit fremden Texten in neuen Herangehensweisen - sie erfahren interkulturelle Praxis und Offenheit gegenüber dem Anderen und Fremden als Chance

- sie verbessern im Umgang mit Text und Bild visuelle und auditive Fertigkeiten und Konzentrationsvermögen

- sie erlangen größere Sprachfertigkeit in Deutsch, Französisch und erwerben eine größere Offenheit und Sensibilität für Sprachen allgemein

- sie erweitern ihr Leseverständnis und Lesekompetenzen

- sie entwickeln ein innigeres und persönlicheres Verhältnis zum Medium Buch und damit u.U. eine größere Bereitschaft zur eigenständigen Freizeitlektüre - sie lernen ebenso autonomer lernen wie im Team zu arbeiten

- sie werden sich über eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst.

Das bundesländerübergreifende Konzept FaN wurde in Hessen in den letzten drei Jahren weiter erprobt, evaluiert und entwickelt. Es steht zu Ihrer Verfügung. Lassen Sie sich anhand der Beschreibung und der fiches pédagogiques überzeugen.

 

Viel Spaß mit FaN. Bedienen Sie sich der von hessischen Kolleginnen erarbeiteten Materialien, der fiches pédagogiques z.B. zu Anaïs Vaugelades « Une soupe au caillou ».



Elke Waldeier-Odenthal
April 2008

 

 

Die Übungen der vorliegenden Arbeitsblätter sind z.T. aus den FaN-Cahiers des Klett- Verlages entnommen. Die vorgeschlagene Vorgehensweise wurde von der ‚Kompetenzgruppe FaN’ gemeinsam erarbeitet, der folgende Kolleginnen angehören: Karin Fichtmüller Ute Hahn, Michaela Kugler, Johanna Löbig, Silke Topf und Elke Waldeier-Odenthal.

icone document pdf Wie gestalte ich FaN?

icone document pdf FaN in Hessen